Verein Helfende Hände e.V.

Tulpenweg 1

37434 Bodensee

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Projekt Mähdrescher

In den Anfangszeiten des Zerfalls der Sowjetunion hat die ukrainische Regierung Land, das früher den Kolchosen gehörte und nach dem Zerfall  nicht mehr bearbeitet wurde, verteilt. Viele Menschen haben Land bekommen, konnten das Land aber nicht bearbeiten, da die landwirtschaftlichen Maschinen verkauft waren oder nicht funktionierten.


Ein Mitarbeiter aus unserem letzten Projekt, der Ivan heißt, ist auch so ein Zwangs–Landwirt, er besitzt 5 ha Land. Die Landwirte in der Ukraine müssen sich die Maschinen, die von der Saat bis zur Ernte benötigt werden, ausleihen bei denen, die es sich leisten können, diese Maschinen zu besitzen. Und natürlich ist es so, dass man das eigene Land als erstes bearbeitet. Wir wissen ja, wenn das Getreide nicht rechtzeitig geerntet wird, verliert es an Wert und Qualität.


Ivan hatte im Jahr 2008 alle 5 ha mit einer neuen Sorte Getreide bearbeitet. Und die Ernte war sehr gut ausgefallen. Leider konnte das Getreide nicht geerntet werden, da Ivan keinen freien Mähdrescher finden konnte. Alle waren schon voll mit Terminen. Als Ivan endlich einen Landwirt überredet hatte, bei ihm zu ernten, wurde in der Nacht vor der Ernte sein Land angezündet. Das ganze Getreide ist verbrannt. Der Schuldige wurde nicht gefunden, und Ivan kam nicht mehr aus den Schulden heraus, die er mit Einkauf von dieser Sorte Getreide gemacht hatte. Sascha, auch ein Besucher der dortigen Gemeinde, besitzt 30 ha Land hat die gleichen Probleme, auch er ist immer auf der Suche nach Maschinen, die sein Land bearbeiten können.


Jetzt hat das Problem der Suche eines Mähdreschers für die Ernte ein Ende. Wir konntendie Finanzierung  einer Maschine für Ivan und Sascha übernehmen, so dass dieses Jahr, und wir hoffen auch in Zukunft, keine Suche nach einem Mähdrescher mehr nötig sein wird. Die Maschine „Niva“ ist dort hergestellt worden, so dass die Ersatzteile günstig dort zu beschaffen sind. Die beiden können auch die Reparaturen, wenn nötig, selber vornehmen, so dass eine weitere Finanzierung unsererseits nicht mehr nötig ist.


Ivan und Sascha  möchten gerne die Witwen und jungen Familien der dortigen Kirchengemeinde  in Form von Mehl und Getreide unterstützen, um sich auf dieser Weise für das Geschenk des Himmels zu bedanken. Sie können es noch immer nicht fassen, in Besitz eines Mähdreschers  zu sein. Mit der Hilfe für diese zwei Menschen wird also auch vielen anderen geholfen.


Wir danken allen Beteiligten, die das möglich gemacht haben.